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Inhaltsverzeichnis:

In 4 Schritten den Strompreis optimieren

Verfolgt man die Entwicklung der Energiepreise in den letzten Jahren, so ist der steigende Trend nicht zu übersehen. Dies trifft auf den Strompreis natürlich genauso zu, und ist für den Konsumenten ein monatlicher Posten, der das Haushaltsbudget einigermaßen belastet. Im letzten Jahrzehnt ist der Strompreis für private Haushalte stark gestiegen. Lag er 1998 noch bei 7,11 Cent pro Kilowattstunde, so steht er aktuell bei 29,3 Cent. Allerdings ist das der Bruttopreis, also jener Betrag der auch die Zuschläge enthält.

Info:
Wenn man also von Strompreisvergleichen spricht, so ist damit aber immer nur der reine Energiepreis gemeint. Dieser kann durch günstigere Tarife oder geringeren Verbrauch gesenkt werden. Oder auch beides.

1. Wissen, woraus sich der Strompreis zusammensetzt?

Wenn man von Optimierung des Strompreises spricht, dann ist es gut zu wissen, welche Komponenten den Endpreis – also das was schlussendlich am Ende der Rechnung als „zu zahlender Betrag“ ausgewiesen ist – bestimmen.

Im Wesentlichen sind es zwei Komponenten, die den Endpreis des Konsumenten bestimmen: Das ist einmal der verbrauchsabhängige Arbeitspreis, der analog der genutzten Strommenge (KWh) verrechnet wird und dann der verbrauchsunabhängige Bereitstellungs- und Verrechnungspreis (oder Grundpreis).

Hinweis:
Neben dem reinen Energiepreis sind es vor allem die staatlich festgesetzten Abgaben und Umlagen, die dem Energiepreis zugeschlagen werden. Die EEG-Umlage ist hier ebenso zu finden, wie Konzessionsabgaben, Haftungsumlagen und Steuern. Diese staatlichen Zuschläge erhöhen den Energiepreis um rund 55 Prozent und sind im Wesentlichen unveränderbar. Seit 2012 sind noch einige zusätzliche Abgabenarten dazugekommen, wie die §19 Umlage (0,38%), die Offshore-Umlage (0,03%), die AbLa-Umlage (0,01%).

Das ist aber noch nicht alles. Hinzu kommt noch die Gebühr für die Netznutzung. Damit ist die gesamte Infrastruktur gemeint, vom Kraftwerk über die Leitungen bis zum dem Zähler an der Abnahmestelle, also dem Zähler in Haus oder Wohnung des Konsumenten. Das erhöht den Gesamtpreis nochmals um rund 25 Prozent und macht circa 6 Cent pro gemessener Kilowattstunde aus.

Hinweis:
Nachdem der Strompreis für Großabnehmer in den letzten Jahren um rund 25% gesunken ist, liegt das höchste Einsparungspotenzial im Vergleich der verschiedenen Anbieter und in welcher Form diese, den gesunkenen Preis an ihre Kunden weitergeben. Das ist die eine Seite.

Die andere Seite ist die, dass die gestiegenen Energiekosten nicht auf den reinen Energiepreis zurückzuführen sind, sondern auf die gestiegenen und neuen gesetzlich verordneten Umlagen und Steuern. Da kann keine Reduktion erreicht werden.

2. Die Möglichkeiten eines Tarifwechsels kennen

Vorerst befindet sich jeder private Abnehmer in der Grundversorgung. Das ist meist das Energieunternehmen, welches die meisten Abnehmer im Netzgebiet versorgt. Der Grundversorger wird alle drei Jahre durch die Netzbetreiber gewechselt.

Dank des Internets haben Konsumenten heutzutage eine komfortable und schnelle Möglichkeit den Anbieter zu wechseln. Meist sind es nur ein paar Klicks und der Umstieg wird eingeleitet. Davor sollte man allerdings darauf achten, dass man die „Stolperfallen“ erkennt und vermeidet. Denn es sollte neben dem Preis auch auf Tarifgestaltung, Preisgarantien, Vertragslaufzeiten und mehr, geachtet werden. Neukundenboni und Umstiegsrabatte können das Bild abrunden – oder die Unsicherheit erhöhen. Ökostrom – Garantien bedingen meist einen höheren Energiepreis.

Gut zu wissen:
Es gibt Empfehlungen, an denen man sich vor dem Wechsel orientieren kann. So sollte man nur Tarife mit monatlichen Abschlagszahlungen und Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch wählen.

Wie gestaltet sich die Preisgarantie? Ist sie bezogen auf ein Jahr oder gilt sie über die gesamte Laufzeit, was zu empfehlen ist.

Hinweis:
Wie klar und verständlich sind die Regeln für eventuelle Rabatte oder Boni. Welche Kündigungsfristen – in der Regel nicht mehr als sechs Wochen – liegen dem neuen Vertrag zu Grunde.

3. Den richtigen Anbieter suchen und wählen

Laut Untersuchungen von Marktinstituten können sich Konsumenten jährlich rund 300 EUR ersparen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Vergleichsbörsen im Internet, die automatisierte Vergleiche anbieten. Eine Suchabfrage nach „günstigen Stromanbietern“ liefert eine erkleckliche Anzahl.

Vorerst sollte geklärt werden, ob ein Wechsel aktuell möglich ist. Dazu gibt die letzte Stromrechnung Auskunft. Vor allem die Mindestvertragslaufzeit muss erfüllt sein und der Vertrag muss sich mindestens in der ersten Verlängerungsperiode (6, 12 oder 24 Monate) befinden. Dann ist noch die Kündigungsfrist zu klären.

Hinweis:
In den meisten Fällen erledigt der neue Anbieter erforderlichen Maßnahmen für den Kunden. Kündigung und Evidenzhaltung sollen zu den kostenlosen Dienstleistungen zählen und aktiv angeboten werden.

Hat man direkt, oder über ein Stromvergleichsportal, einen Anbieter gefunden, ist ein Vergleich nur dann valide, wenn die eingegebenen Daten auch vergleichbar sind. Es hilft wenig nur einen geringeren Verbrauch einzugeben. Das führt zu einer Nachzahlung am Ende der Periode. Durch die richtige Eingabe der Postleitzahl werden die regional gültigen Tarife ermittelt.

4. Der konkrete Wechsel

Wenn der neue Anbieter ausgewählt ist, dann sind es wirklich nur einige Klicks um den Wechselprozess einzuleiten. Es müssen noch die Grunddaten erfasst werden. Der richtige Verbrauch, der aus der letzten Abrechnung ersichtlich ist, ob reiner Ökostrom bezogen werden soll und welche Nutzung – gewerblich oder privat – geplant ist. Soll es einen Sofortbonus geben, dann wird dieser mit den ersten Vorschreibungen berücksichtig. Allerdings kann dies auch die Bindefristen verlängern.

Unmittelbar danach wird eine Liste – oft von mehr als 100 Anbietern – ausgeworfen, aus der man den Bevorzugten wählen kann, oder tiefergehende Vergleiche anstellt. Man erkennt sehr schnell, die unterschiedlichen Vertragslaufzeiten, die Bewertung durch andere Kunden, die Zusammensetzung des Stroms (Kernenergie, Kohle, Erdgas, fossile Energieträger, erneuerbare Energien) und die CO2-Emissionen. Alles in allem eine sehr gute Hilfe, wenn ein anderer Anbieter gewählt werden soll.

Hinweis:
Alles andere ist dann schon bekannt. Eingabe der Adressdaten, der Lieferstelle und / oder eine abweichende Rechnungsadresse. In den meisten Fällen erfolgt der gesamte Schriftverkehr über Mail, und es ist daher eine gültige Mailadresse erforderlich.

Im letzten Schritt gibt man noch die Anlagedaten, wie Zählernummer und -identifikation, und die Zahlungsdaten ein und mit dem Abschicken des Formulars wird der sogenannte Wechselprozess eingeleitet.

Es wird dann umgehend eine Bestätigung an das Mailpostfach übermittelt und auch – abhängig von eventuellen Kündigungsfristen – wann der konkrete Liefertermin beginnt.

Hinweis:
Technisch gesehen geht der Wechsel am Kunden fast „spurlos“ vorbei. Es wird weder der Zähler gewechselt, noch ist sonst ein Eingriff in die Infrastruktur nötig. Und auch das Licht flackert nicht.

Das einzige was der Kunde spürt ist eine – hoffentlich merkbare – Verringerung der Energiekosten. Es ist jedenfalls empfehlenswert den Energiepreis jährlich einmal zu evaluieren und gegebenenfalls den Anbieter zu wechseln.

Info:
Heutzutage ist ein Wechsel des Anbieters wirklich eine einfache und schnelle Sache. Dennoch bedarf es davor einiger Überlegungen. Dann passiert hier ein Fehler, kann sich dieser oft über einen langen Zeitraum hinweg auswirken.

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