Strompakete vergleichen

Verschiedene Pakete von Stromanbietern vergleichen:

Inhaltsverzeichnis:

Was die günstigsten Stromtarife auf dem deutschen Strommarkt anbelangt, so gehören hierzu die Strom-Pakete. Einige Verbraucherschützer weisen jedoch darauf hin, dass bei den Verbrauchern hier ein Risiko besteht, wenn von den Kunden eine fixe Strommenge erworben wird, weil die dort vereinbarte fixe Strommenge nicht benötigt wird.

Das Strompaket

Bei einem Strompaket handelt es sich um einen Stromtarif, mit dessen Hilfe sich die Verbraucher eine vorher festgeschriebene Strommenge erkaufen. Die Abrechnung erfolgt hier in der Regel monatlich.

Das bedeutet für den Verbraucher, der ein solches Paket erwirbt, dass die Abrechnung auf keiner verbrauchsgenauen Grundlage erfolgt. Die Verbraucher kaufen hierbei eine bestimmte Menge an Strom und müssen dann versuchen, mit dem eigenen Stromverbrauch so zu liegen, dass eine Abweichung von höchstens 5 bis 10 Prozent, bezogen auf die abgeschlossene feste Strommenge anbelangt, erfolgt. Nur dann lohnt sich bei Strompaketen der Wechsel vom normalen Tarif hin zu den Strompaket-Tarifen.

Sollte jedoch weniger verbraucht werden, erfolgt keine Erstattung der Differenz. Wenn der reale Stromverbrauch jedoch höher als die 10 Prozent Abweichung nach oben ausfällt, steigt der Arbeitspreis für jede über dem Strompaket liegende mehr verbrauchte Kilowatt-Stunde erheblich.

Info:
Zum Teil kommen diese Pakete ohne eine Grundgebühr aus und es werden häufig auch wesentlich niedrigere Kilowattstundenpreise im Vergleich zu den üblichen Stromtarifen angeboten. Dafür ist es jedoch erforderlich, dass man ein komplettes Paket für beispielsweise 1.700, 2.400, 3.500 oder 5.600 Kilowattstunden erwirbt.

Anhand eines Beispiels dargestellt

Von dem Verbraucher wird ein Strom-Paket mit 2.200 kWh erworben. Die Vertragslaufzeit beträgt ein Jahr und die dafür zu zahlenden Gesamtkosten liegen bei 600 Euro. Einen Neukundenbonus gibt es nicht. Der monatliche Abschlag (auf der Grundlage von 12 Abschlagszahlungen) liegt bei 50 Euro.

Hinweis:
Wenn jedoch dann für jede mehr verbrauchte Kilowatt-Stunde ungefähr 40 Cent berechnet werden und dann der tatsächliche Jahresverbrauch über 10 Prozent nach oben abweicht, ist dies kein günstiges Strom-Angebot mehr.

Wann lohnt sich der Abschluss eines Strompaketes?

Der Abschluss eines solches preisgünstigen Paketes lohnt sich dann, wenn ein Haushalt über einen längeren Zeitraum (beispielsweise über 3 oder 5 Jahre) einen sehr stabilen Stromverbrauch aufzuweisen hat. Die Schwankungen dürfen bei höchstens zwischen 5 und 10 Prozent nach oben und nach unten von der vereinbarten Strommenge weg liegen.

Die Stromanbieter stellen dem Kunden verschiedene Paket-Strom-Tarife zur Verfügung. Somit besteht für Haushalte mit einem höheren Stromverbrauch im Jahr die Möglichkeit, für sich einen günstigen Paket-Strom-Tarif zu sichern. Dabei sind solche Tarife in Bezug auf die fixe Strommenge gestaffelt. In der Regel besteht das kleinste Paket aus einem Verbrauch von 1.700 kWh/Jahr.

Hinweis:
Deshalb kann bei einer Suche nach einem günstigen Pakettarif ein Vergleich der Strompakete helfen. Dabei sind bei der Eingabe in die Internet-Angebote häufig nur die Angabe der voraussichtlichen Jahresstromverbrauches sowie die Postleitzahl erforderlich. Auf der Grundlage dieser Angaben können dann die jeweiligen Portale und Rechner die hierbei gefundenen Tarife gegenüberstellen.

Rechenbeispiel bei der Entscheidung für ein Strompaket

Bei den letzten fünf Stromabrechnungen in Höhe von 4.200, 4450, 4800, 4550 und 4300 Kilowattstunden pro Jahr wird daraus ein Mittelwert gebildet. Ebenso wird als Sicherheit nochmals 5 bis 10 Prozent zusätzlich eingerechnet. Somit kann man mit einem Abschluss von einem Strompaket von 5.000 kWh im Jahr davon ausgehen, dass der eingekaufte Stromverbrauch die tatsächlich verbrauchte Strommenge nicht übersteigt und somit keine zusätzlichen Kosten bei der Jahresendrechnung entstehen.

Bei dieser Rechnung entsteht ein Mittelwert von 4.450 kWh. Mit einem Sicherheitspolster von ungefähr 10 Prozent liegen wir dann knapp unterhalb von 5.000 kWh für das Jahr. Bei 5.000 kWh ist somit eine Sicherheit von ungefähr 11 Prozent eingebaut. Somit kann man davon ausgehen, dass dann die eingekaufte Strommenge als ausreichend zu bewerten ist.

Hinweis:
Bei diesem Rechenbeispiel lohnt sich dann ein Strompaket, wenn dann der Tarifpaket-Preis für die 5.000 kWh im Jahr unterhalb der üblichen Stromkosten sich befindet und eine Preisgarantie für das komplette Jahr vorhanden ist.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man mit Hilfe eines Stromvergleichs die Strompakete auf der einen Seite gegenseitig mit denen der üblichen Stromtarife nochmals im zweiten Schritt vergleicht.

Fazit

Wenn man in der Lage ist, seinen Stromverbrauch für die Zukunft gut einzuschätzen, für den sind Strompakete empfehlenswert. Auch sollten die Strompaketgrenzen und der Verbrauch mit den erwähnten Schwankungen zueinander passen.

Gut zu wissen:
Ebenso sollte man bei den Strompaket-Tarifen auf die Bonitätsvereinbarungen, die Kündigungsfrist des Vertrages, die Preisgarantie im Vertrag, die Mindestvertragslaufzeit sowie auf die automatische Vertragsverlängerung besonders achten.

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