Strom Sozialtarife

Anfrage soziale Stromtarife:

Inhaltsverzeichnis:

Was sind Strom-Sozialtarife?

In Zeiten von ständig steigenden Strompreisen werden Stromtarife speziell für Geringverdiener immer interessanter. Einkommensschwache Verbraucher sollen hierbei spezielle Tarife von ihren örtlichen Versorger erhalten und dadurch entlastet werden. In der Politik wird dieses Thema immer wieder diskutiert. Warum entlastet hier der Staat Benachteiligte nicht?

Hinweis:
Eine Beihilfe könnte bestimmt eingerichtet werden. Doch bisher sieht der deutsche Staat scheinbar noch keinen Handlungsbedarf. In Deutschland gibt es keinen gesetzlichen Sozialstrom und der Staat verlässt sich auf die Unternehmen, die in Eigenregie einen Sozialstromtarif anbieten sollen.

Die Energieversorger dürfen zurzeit noch selbst bestimmen wer Sozialtarife erhält und wer nicht, es gibt hier keine einheitlichen Regeln und Gebühren für Geringverdiener. In Deutschland bieten nur wenige Anbieter einen solchen Tarif an. Um einen solchen Sozialtarif zu erhalten, muss man eine Befreiung von der GEZ vorlegen.

Info:
Dann bekommt man bei einigen Anbietern 9 Euro auf den monatlichen Grundbeitrag gutgeschrieben. Was zwar für Hartz 4 Empfänger und andere sozial Benachteiligte viel Geld sein kann, sind auf die Gesamtsumme gerechnet trotzdem nur kleinere Beträge die zu keiner starken Entlastung führen.

Einige Informationen zum Anbieterwechsel und ein Zahlenbeispiel

Allerdings spart der Sozialtarif nicht zwangsweise Geld, so kann man bei anderen Stromanbietern von vorn herein günstigere Jahresverträge abschließen. Schließlich gibt es regional ca. um die 170 Stromanbieter die um Kunden werben.

Eine Beispielrechnung für den Sozialstrom ist ein standardmäßige Situation in der eine Einzelperson im Schnitt monatlich 35 Euro zahlt. Der von der Gesellschaft, also vom Staat vorgesehene Satz für den Stromverbrauch einer Einzelperson beträgt 29 Euro. Demnach liegt der preis 6 Euro über Durchschnitt.

Gut zu wissen:
Mit einer Verminderung um 9 Euro des Preises, könnte somit der Schnitt für einen Sozialstrombedürftigen erfüllt werden und die Person könnte somit ihren Strombedarf mit einem günstigeren Tarif decken. Die Differenz zum Normalverbraucher beläuft sich dann aber lediglich auf 3 Euro. Die Person zahlt also 26 Euro an Stromkosten.

Wie kann Strom gespart werden?

Man könnte sich also fragen wie sich nun wirklich Geld am Strom sparen lässt und was dabei ein sinnvolles Vorgehen wäre?

Oft lohnt sich der Wechsel des Stromanbieters, man findet mit hoher Sicherheit einen günstigeren Anbieter für die Stromversorgung. Allerdings muss das dabei nicht am Tarif an sich liegen, sondern eher an den Wechselboni und Prämien. Das Problem hierbei ist, man muss den Anbieter natürlich nach einem Jahr sofort wieder wechseln um den nächsten Bonus zu erhalten.

Hinweis:
Dann kann man natürlich überprüfen, wie viel Strom man bei welcher Personenzahl im Haushalt verbraucht. Dann heißt es Kompromisse treffen über die Benutzung bestimmter Stromschlucker. Man findet online hierzu sehr gute Quellen, wie zum Beispiel Verbrauchstabellen.

Als Nächstes könnte man die Stromrechnung auf Fehler überprüfen, dazu sollte man sich eine Musterstromrechnung besorgen. Man kann seine Rechnungen, also aktuelle und aus dem vergangenen Jahr, miteinander vergleichen.

Auch den Zähler sollte man immer im Auge behalten so kann es passieren, dass dieser defekt ist. Sollte man zum Beispiel einen Stromverbraucher angeschaltet haben und die Scheibe des Zählers rotiert viel zu schnell kann es gut sein, dass mit dem Zähler etwas nicht stimmt.

Achtung:
Es könnte natürlich auch vorkommen, dass einer der Nachbarn Strom aus dem eigenen Heimnetz anzapft. Um so etwas nachzuweisen sollte man die Hauptsicherung abschalten, wenn der Zähler weiterhin Verbrauch anzeigt, wird man höchst wahrscheinlich angezapft.

Ein weiterer einfacher Tipp, ist das Überprüfen sämtlicher „Stand-by“ Geräte. So ist es sehr wahrscheinlich, dass einige der Haushaltsgeräte Strom im „scheinbar abgeschalteten“ Zustand verbrauchen. Beispiel dafür wäre der Fernseher, Computer oder sogar die Kaffeemaschine.

Viele Haushalte produzieren ihr warmes Wasser über Strom, wenn man selbst ein solches Warmwassersystem besitzt, sollte man über den Einbau eines Durchflussbegrenzers nachdenken.

Info:
Um beim warmen Wasser zu bleiben, viele der Heizungspumpen sind auf einem sehr intensiven Leistungsniveau eingestellt, man kann also meistens getrost die Leistung etwas drosseln und dadurch Strom sparen.

Ein sehr einfacher Weg noch mehr Energie einzusparen, ist die Verwendung von Energiesparlampen und LED-Leuchten. Ein Beispielhaushalt spart hier im Jahr bis zu 270 Kilowattstunden.

Mit ständiger Verbesserung des Kühl- und Gefriergerätesektors sollte man auch auf den Austausch veralteter Geräte setzen. Oft kann das eine Menge Strom sparen, natürlich nur wenn man Geräte einer besseren Effizienzklasse kauft.

Hinweis:
Als letztes kann man dann noch überprüfen, ob man Stromfresser im Haushalt nutzt. Also alle alten und neu angeschafften Geräte auf deren Verbrauch testen. Helfen kann dabei ein Zähladapter denn man einfach in die Steckdose steckt um den tatsächlichen Verbrauchsstrom zu messen.

Abschließend kann man also sagen, dass sich der Sozialtarif zurzeit nur bedingt lohnt. Es ist lohnenswerter auf die Boni eines jährlichen Anbieterwechsels zu setzten, oder auf größere Einsparung durch die zuvor genannten Tipps zum Stromsparen.

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